Hier könnte Ihre Werbung stehen!
Im Bannertausch?

Verlag

FQLani02
Horst Ellringmann

Ellringmann_3cm03Horst Ellringmann

BERACON Unternehmensentwicklung
Marzellenstraße 43a, D-50668 Köln
Telefon: +49 (0)6174 / 21094
eMail:
ellringmann(@)beracon.de
Internet:
www.beracon.de

Nach dem Studium der Elektrotechnik war Herr Ellringmann 12 Jahre in der Elektronik-Industrie tätig. Dort leitete er u. a. große Projekte. Seit 1988 ist er Berater für Organisations- und Personalentwicklung. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre begann seine Spezialisierung auf Prozessmanagement. Anfang 2001 wurde Ellringmann Partner der Unternehmensberatung Beracon. Durch seine zahlreichen Veröffentlichungen und seine Beratungstätigkeit zählt er heute zu den Richtungsweisern im Geschäftsprozessmanagement.

Beitrag im Buch:

Entwicklungsstand, Schwächen und Stärken
des Geschäftsprozessmanagements in Deutschland

Der Hanser Verlag hat in dem Periodikum Geschäftsprozessmanagement inside die Ergebnisse der bis heute größten deutschen Befragung zum Geschäftsprozessmanagement veröffentlicht.

Von 2000 befragten Unternehmen aus allen Branchen haben 1743 nicht geantwortet. Es ist zu vermuten, dass sie zum Thema GPM nichts zu sagen haben. 257 haben ausgefüllte Fragebögen zurückgesandt. Davon geben 95 Unternehmen an, ein GPM zu haben. Bezogen auf 2000 sind dies 4,75%. Von diesen 95 GPM sind nach Angaben der Unternehmen 65% QM-orientiert, 25% Strategie-orientiert und 10% IT-orientiert. Die häufigsten Leistungsziele für Geschäftsprozesse sind in Abbildung 1 gezeigt. Analysen der Wettbewerber sowie Analysen der Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohung des eigenen Unternehmens werden in über 50% der Unternehmen durchgeführt. Auch Erfolgsfaktoren definieren mehr als die Hälfte der Befragungsteilnehmer. So weit die Auszüge aus der Hanser-Studie.

Die entscheidende Schwäche der meisten GPM ist die nicht optimale Definition der Geschäfts- und Teilprozesse. Im Qualitätsmanagement wird unter Prozess „ein Satz von in Wechselbeziehungen oder in Wechselwirkungen stehenden Tätigkeiten, der Eingaben in Ergebnisse umwandelt„ verstanden. Ein Prozess ist also (ein Satz) eine Menge von Tätigkeiten. Im Geschäftsprozessmanagement dagegen besteht ein Prozess aus einer Menge funktionsüberschreitender Aktivitäten. In diesen unterschiedlichen Definitionen liegt die Ursache der meisten schwerwiegenden Missverständnisse. Denn der Prozessbegriff der Qualitätsnormen ist im Geschäftsprozessmanagement nicht zu gebrauchen. Er leistet weder ein Ausrichten des Unternehmens auf seine Kunden und Märkte, noch führt er zusammengehörige Tätigkeiten zusammen, noch strafft er die Organisation im Sinne von Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Geschäftsprozesse sollen so definiert werden, dass sie die – durch die funktionale Organisation bedingte – Zerstückelung der Prozesskette überwinden und diese wieder auf die Kunden ausrichten.

Klicken zum VergrößernAbbildung 1: Leistungsziele für GeschäftsprozesseEine von mir bevorzugte Definition des Begriffes Geschäftsprozessmanagement lautet: Ein Geschäftsprozess besteht aus der funktionsüberschreitenden Verkettung wertschöpfender Aktivitäten. Er erzeugt von Kunden und anderen Anspruchsgruppen erwartete Leistungen und unterstützt die Umsetzung der Strategien und Ziele des eigenen Unternehmens.

 

Das
BPM-Buch
wird empfohlen von:

BPM EXPO BPM GUIDE
BusinessIntegration02
BPM VISION
BPM CLUBs